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Die Metamorphose eines Fluzeugträgers
Ein Todesbote wird Lebenssymbol
Die geschichtliche Rolle Europas ist gekennzeichnet als Schauplatz der größten und verheerendsten Kriege der Menschengeschichte. Europa war führend in der Industrialisierung, in der Ausbeutung der Natur und Zerstörung der Umwelt. Die Zeit ist reif, dass der Waffenexporteur Europas zum Friedensstifter wird, der Natur-Vernichter zum Natur-Bewahrer wird. Ökologische Umorientierung wird zu einer Frage des Überlebens und in der Verkündung sollte Europa Vorreiter sein. Der "Grüne Flugzeugträger"als Sinnbild dieser Botschaft. Das zweifelhafte Meisterwerk einer Kriegsmaschinerie wird zu einer lebensspendenden Insel und statt Tod und Vernichtung befördert es Leben. Der "Grüne Flugzeugträger" verkörpert eine Utopie des Umdenkens und wird zu einem Symbol der Hoffnung.

Von Moosach nach Ramallah
Als Heinrich Bunzel am 11. Januar 2011 in die Süddeutsche Zeitung schaute, durfte er sich tüchtig wundern, weil der Prophet im eigenen Land offenbar in der Tat nichts gilt:

"Heinrich Bunzel, der in München und von dort aus tätige Künstler und Gärtner, gründete nicht nur bereits vor 25 Jahren das Botanikum. Auch mit seinen diversen »Artfield«- Projekten gehörte der Visionär zu den grünen Pionieren. Als er allerdings am 11. Januar in die »Süddeutsche Zeitung« schaute, durfte er sich tüchtig wundern, weil der Prophet im eigenen Land offenbar in der Tat nichts gilt. Jedenfalls veröffentlichte die Feuilleton-Redaktion einen umfangreichen, vierspaltigen Artikel über das weltweit erste Museum für moderne arabische Kunst (im Emirat Katar), und die Autorin, selbst in München zu Hause, hatte völlig vergessen, dass es Bunzel und seine »Artfield«-Komplizen waren, die bereits Anfang der neunziger Jahre im »Größenwahn «-Projektbuch für Europa (Verlag Lindinger + Schmid) die »Metamorphose eines Flugzeugträgers« publiziert hatten. Die Idee des von natürlichem Grün überwucherten Militärschiffes wurde nun als Konzept des Künstlers Khalil Rabah vorgestellt – mit einem Foto im Großformat. Drei Tage später musste die »Süddeutsche« dann kleinlaut, aber erneut per Großformat ihr Versäumnis beichten. Offen blieb allerdings die Frage, warum die Korrektur nicht im Feuilleton auftauchte, sondern nur auf einer Lokalseite München. Sollte die »Süddeutsche« ihre Münchner Leser etwa ernster nehmen als die anderen?"

Aus Informationsdienst KUNST 471, erschienen bei LINDINGER + SCHMID